Verhaltensauffälligkeiten und körperliche Symptome als versteckter Ausdruck von Trauer bei Geschwisterkindern

von Sereina Heim

Kinder trauern anders als Erwachsene. Bei einem sehr frühen Verlust eines Kindes  zeigen sich die emotionalen Auswirkungen bei den lebenden Geschwistern oftmals versteckt und zeitlich verschoben. Kinder nutzen nicht zwingend die Ebene der Sprache um ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen. Stattdessen entwickeln sie körperliche Symptome oder Verhaltensauffälligkeiten. Schlafstörungen, Bauchschmerzen, wie auch heftige Streitereien und Wutausbrüche können Zeichen von Trauer sein. Für Eltern und Fachpersonen ist es nicht immer leicht, diese Zeichen zu erkennen und der Trauer zuzuordnen.

Viele Kinder möchten ihren Eltern nach dem Tod des Geschwisterkindes nicht zur Last fallen und versuchen, selber stark zu sein um die Eltern zu entlasten. Dies führt zu einer emotionalen Überforderung, die sich dann wiederum im Verhalten bzw. in körperlichen Problemen zeigen kann.

Im Vortrag werden die Hintergründe dieser Phänomene aus systemischer und energetischer Sicht erklärt und typische Familiendynamiken nach einem Verlust erläutert. Zudem wird aufgezeigt, wie man den lebenden Geschwisterkindern konkret helfen kann.